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Rekonstruktive Chirurgie

die erste Säule der plastischen Chirurgie

Definition rekonstruktive plastische Chirurgie

Die rekonstruktive oder wiederherstellende Plastische Chirurgie als zweite Säule der Plastischen Chirurgie befasst sich mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Tumoroperationen oder Unfällen, aber auch mit der Schaffung normaler Form und Funktion bei angeborenen Fehlbildungen. Bei diesen unterschiedlichsten Indikationen ist eine große Methodenvielfalt notwendig. Mikrochirurgische Techniken zur Verpflanzung großer Hautareale unter Einschluss von Fettgewebe, Muskeln und Knochen haben wesentlich erweiterte Möglichkeiten zur Wiederherstellung eröffnet. So können heute gelähmte Gesichtsmuskeln ersetzt und große Knochendefekte überbrückt werden. Moderne plastisch-chirurgische Techniken haben eine größere Radikalität in der Tumorchirurgie und damit die Aussicht auf Heilung in vielen Fällen erst ermöglicht.

 

Grundprinzipien der rekonstruktiven Chirurgie

Grundprinzipien der wiederherstellenden (sog. rekonstruktiven) plastischen Chirurgie ist die Versetzung von gesundem körpereigenem Gewebe aus einer Körperregion in einen bestimmten Verlust oder Defekt am Gewebe einer anderen Körperregion. Um eine Gewebeverpflanzung durchführen zu können ist die absolute Voraussetzung die genaue Kenntnis von der Anatomie des Menschen, Durchblutung und Gefäßarchitektur des menschlichen Körpers sowie die Kenntnis der verschiedenen Gewebequalitäten am gesamten menschlichen Körper. Genau das gleiche gilt für den Verlust an Funktion und Körperform an der Gewebe-Entnahmestelle, auch Hebedefekt genannt. Die Wahl der jeweiligen plastischen Rekonstruktionsmethode und die Auswahl des verwendeten Gewebes bestimmen über die fachliche Kompetenz und Erfahrung des Plastischen Chirurgen, somit des Operateurs.

 

Krankeitsbilder der rekonstruktiven Chirurgie

  • Entfernung von Tumoren an Haut und Weichteilen und die anschliessende plastische Defektdeckung (z. B. Melanom, Basaliom, Spinaliom, Weichteiltumore)

 

  • Hautweichteil-Lappenplastiken zur Defektdeckung an sämtlichen Körperregionen (nach Unfällen, Tumoren, Verbrennung Dekubitus usw.)

 

  • Behandlung von unschönen Narben und Keloiden (hypertrophe Narben oder kontrakte Narben) z. B. nach einer Operation oder als Verbrennungsfolge

 

  • Brustoperationen: Medizinisch indizierte Brustverkleinerung, Korrektur von Fehlbildungen der Brust, Brustvergrößerungen, Brustwiederaufbau nach Mamma-CA, Korrektur der krankhaft vergrößerten männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie)

 

  • Periphere Nervenchirurgie (z.B. an der Hand, untere Extremität, Gesicht). Hierzu gehört das Karpaltunnelsyndrom. das N. ulnaris Syndrom, Morton Neurom am Fuß.

 

  • Rekonstruktion von Gesichtsnerven oder Nerven an ARmen und Beinen, Chirurgie der Facialis-Lähmung (Facialisparese) durch Umlagerung von Gesichtsmuskeln

 

  • Wiederherstellende Plastische Chirurgie bei Folgezuständen nach Verbrennungen mittels Hauttransplantationen und Hautersatz mittels verschiedenen Methoden

 

  • Wiederherstellende Plastische Chirurgie nach Unfällen und Traumafolgen an Extremitäten und am gesamten Körper (Mikrochirurgische Verfahren, freie Lappenplastiken)

 

  • Plastische Korrektur-OP von angeborenen Fehlbildungen (z. B. Segelohren, Brustasymmetrie, Trichterbrust, tubuläre Brust,Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, angeborene Handfehlbildungen)

 

  • Plastische Korrektur-OP von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (sog. Hasenscharten) in einzeitiger oder mehrzeitigen rekonstruktiven Eingriffen

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